Banken in die Schranken
Globale Protestwelle reißt nicht ab // NACHTWACHE in Pößneck
Banken in die Schranken!
Bundesweiter Aufruf
Europa steckt in einer tiefen ökonomischen Krise. Weltweit sind zahlreiche weitere Länder von Ansteckung bedroht. Doch gerettet werden wieder nur die Banken, mit vielen Milliarden an
Steuergeldern. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten der Armen und der Steuerzahler. Zukunftsinvestitionen in Umwelt und Bildung bleiben auf der Strecke.
Wir sind empört – und wir sind viele. Wir wissen: Die Macht der Banken und Finanzmärkte wurde keineswegs gebrochen – im Gegenteil. Von den Rettungsmaßnahmen profitieren nur wenige und es ist
keine Änderung in Sicht!
Was in den letzten Jahren versäumt wurde, muss jetzt endlich nachgeholt werden. Das Wohl der Menschen, nicht der Unternehmen muss wieder im Mittelpunkt der Politik stehen. Darum fordern wir die
Bundesregierung auf, auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene für grundlegende Konsequenzen zu sorgen.
Banken entmachten!
Großbanken müssen in kleinere Einheiten aufgeteilt werden, so dass sie ohne Rückgriff auf Steuermittel für ihre Verluste geradestehen müssen. Keine Bank darf so groß sein, dass ihre drohende
Pleite die Allgemeinheit erpressbar macht! Das riskante Investmentbanking muss komplett vom normalen Bankgeschäft getrennt werden. Undurchsichtige, spekulative Finanzprodukte gehören verboten,
Spekulation mit Agrarrohstoffen darf nicht länger den Hunger in der Welt verschärfen.
Reichtum umverteilen!
Die Profiteure der bisherigen Rettungsschirme müssen endlich angemessen an den Kosten der Krise beteiligt werden. Dazu brauchen wir eine stärkere Besteuerung von hohen Einkommen und Vermögen
sowie eine Finanztransaktionssteuer, deren Erträge für Armutsbekämpfung, Klimaschutz oder globale soziale Mindeststandards eingesetzt werden.
Demokratie erkämpfen!
Die Vorherrschaft der Finanzmärkte setzt demokratische Gestaltungsmöglichkeiten außer Kraft. Der übermächtige Einfluss der Finanzlobby muss offengelegt und zurückgedrängt werden. Statt sozialer
Spaltung setzen wir uns ein für ein demokratisches, solidarisches Europa.
Am 12. November wollen wir mit vielen tausenden Menschen das Frankfurter Bankenviertel und das Berliner Regierungsviertel umzingeln und verlangen von der Politik grundlegende und langfristige
Veränderungen! Wir fordern alle Menschen, die sich – wie wir – um die Zukunft unserer Gesellschaft und der internationalen Gemeinschaft sorgen, dazu auf, sich unseren Protesten anzuschließen.
Occupy Pößneck? Auch das noch.
Ja, da machen wir doch glatt mit. Schließlich ist die globale Protestwelle ganz nach unserem Geschmack. Hier entwickelt sich etwas, was nur mit "Geschichte machen" überschrieben werden kann: Das kapitalistische Wirtschaftsprinzip wird in Frage gestellt - Millionen Menschen fordern in solidarischer Weise "echte" Demokratie und Menschenrechte.
"Der Jugend sage ich: Seht euch um, dann werdet ihr die Themen finden, für die Empörung sich lohnt." (Stephane Hessel)
Folgende Aktion ist in Pößneck geplant:
15:00 Kundgebung am Markt
16:00 Demo "Banken in die Schranken"
16:30 "Camp for democarcy"
17:00 kreative Aktionen
18:00 Volksküche
18:30 Vollversammlung "Asamblea"
19:00 Musik, Warm-UP
20:00 Symbolische Nachtwache bis zum nächsten Morgen (kalt!!!)
Unterstützt uns, bringt Decken und Verpflegung mit.
Wir brauchen noch ein Pavilion!
"Widerstand kommt aus Empörung!"
Stephane Hessel
redsolution






















