Bericht von der Großkundgebung in Dannenberg

Am Ende waren es 50.000 Menschen, die ins Wendland kamen, um der Atom-Lobby-Politik der Regierung etwas entgegenzusetzen. Seit 35 Jahren kämpfen die Menschen im Wendland gegen eine Gefährdung von Mensch und Natur, die von der unsicheren Lagerung des Atommülls im Salzstock unter Gorleben ausgeht.

Mit der jünsten Laufzeitverlängerung der AKWs hat die Regierung den "Ausstieg vom Ausstieg" beschlossen. Die innovativen Projekte von mittleren Unternehmen werden ausgebremst, Ökostrom wird sanktioniert, Windräder stehen still!

 

Die Welt braucht die "Klima-Revolution" jetzt. Dieser Internationalismus war auch auf der Großdemo in Dannenberg zu spüren - die weltweite Verbundenheit etwas für unseren Planeten zu tun.

 

Als kurz nach 13 Uhr die Sonne hinter den Wolken vorkam und das Feld mit den tausenden gelben Anti-Atom-Fahnen erleuchtete, spürten alle diesen Wunsch nach einer Energiewende um so mehr. Bei guten Redebeiträgen und Musik von "Irie Revoltes" und "Rainer von Vielen" ging dann die Post ab.

 

Per Ticker haben wir auch in den folgenden Tagen stündlich mitverfolgt, wie mutig und tapfer sich die Menschen wi(e)dersetzten. Der friedliche Konsens der Blockadebündnisse, wie Castor schottern und X-tausendmalquer blieb, trotz massiver Polizeigewalt, erhalten.

Durch moderne Kommunikationsmittel ist es gelungen Falschmeldungen über Gewaltausbrüche der Demonstranten zu entlarven. Die üblichen Bilder wurden zwar wieder ein Mal Abends in die Wohnzimmer projeziert, doch existiert auch eine Gegenöffentlichkeit.

 

Der Protest ist sensationell verlaufen - so viel kreativen Widerstand hat der Castor lange nicht gesehen. Wir hoffen, dass in den Schlössern Berlins angekommen ist, dass die Steuergeldgeschenke an das Kapital nicht mehr aktzeptiert werden.

 

Weitere Infos bei ausgestrahlt

 

Eine Videosammlung von den Aktionen an der Castorstrecke findet ihr auf unserem Youtubekanal.