15. Oktober 2011
Weltweite Protestwelle gegen Kapitalismus
re[d]solution unterstützte weltweiten Aktionstag „Global Change“
100 Menschen nahmen an einer spontanen Mahnwache in Erfurt auf dem Bahnhofsvorplatz teil und erklärten sich mit den großen Kundgebungen in Frankfurt, Berlin und München in solidarischer Weise verbunden. Die Organisatoren des europaweiten Netzwerks Echte Demokratie - Jetzt hatten in zahlreichen Städten der Republik Kundgebungen unter dem Motto „15.Oktober – Global Change“ angekündigt, so auch in Erfurt.
Mitglieder und Sympathisanten von re[d]solution konnten erheblich zum Gelingen der Aktion beitragen. So war ein Megaphone vorhanden und viele Teilnehmer nutzten das Angebot mit Kreide und Schnee-Spray antikapitalistische Botschaften auf dem Bahnhofsvorplatz zu hinter lassen.
In fast 1000 Städten und 80 Ländern weltweit haben Menschen an diesem Tag für einen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Wandel protestiert. Die Protestwelle wurde ausgelöst durch die Ereignisse in New York, wo seit September 2011 tausende Menschen zu öffentlichen Aktionen an der Wall Street zusammen kommen.
In Europa wird der „Aufstand der Empörten“ vor allem von den sozialen Bewegungen aus Spanien und Griechenland getragen. Erstmals gehen Intellektuelle und Arbeiter, Junge und Alte, Konservative wie Linke massiv aus gemeinsamen Beweggründen wieder auf die Straße. Das unkontrollierbare, kapitalistische Finanzsystem ist erschüttert – Millionen haben es satt, die Augen vor Krieg, Schuldenlast, Ausbeutung, sozialer Isolation und Depression zu verschließen: Wir sind kein „Humankapital“!
In Frankfurt waren 6000 und Berlin bis zu 8000 Teilnehmer zu verzeichnen, dass bleibt weit hinter den Ansprüchen der amerikanischen Freiheitsbewegung Occupy Wall Street, die gern von sich sagen „Wir sind die 99%, die ihr ausplündert!“
In berlin kam es nach einem Bericht von Indymedia zu massiven Gewaltakten der Polizei nachdem die Menge vor das Kanzleramt zog.
Ein Grundproblem der westlichen Wohlstandgesellschaften ist die Desinformation über Sachfragen und eine krassierende Entfremdung vom sozialen Wesen – die Medien kanalisieren die Informationen geschickt, die Gewerkschaften handeln „sozialpartnerschaftlich“ mit den Unternehmen, die Kirche ist mit sich selbst beschäftigt und eine zielorientierte Strategie der Linken ist noch nicht vorhanden. Emanzipation vom Bestehenden bleibt also eine Sache von unten – umso erstaunlicher ist es, dass immer mehr Menschen bereit sind zu demonstrieren...
Das Feld dieser Empörten ist breit, es sind höchst heterogene Versammlungen, die im Rahmen von Anti-Atom-Protesten und antikapitalistischen Aktionen zusammenkommen. Für die LINKE ist es entscheidend ein besseres Gespür für diese Bewegungen zu entwickeln und sich aktiv zu beteiligen. Vor allem gilt es Neonazis vom Platz fernzuhalten, die all zu gern unter dem Deckmantel „antikapitalistisch“ oder besonders „demokratisch“ zu sein unabhängige Bürgerbewegungen unterwandern.
Denn gerade in den sozialen Netzwerken, deren mobilisierender Effekt ein nicht unwichtiges Instrument einer kritischen Gegenöffentlichkeit ist, sind voll mit Quacksalbern aus der extrem rechten Ecke.
Die deutsche "Volkswirtschaft" als eine der "stärksten" Europas profitierte seit Jahren von einem ungerechten Wirtschaftssystem, dass sich weltweit ausgebreitet hat. Als "Global Player" verdienen sich Menschen in diesem Land mit Waffenexporten und schmutzigen Geschäften - die geschürte Unfähigkeit eine sozialistische Sichtweise einzunehmen und auf mehr demokratische Kontrolle der Wirtschaft hinzuarbeiten lähmt die Menschen.
Doch die Angst, die in vielen Facetten produziert wird, kann nicht darüber hinweg täuschen, dass ein Wandel nur durch mutige Menschen, von unten und in Massen, erreicht werden kann!
Die nächste Aktion im Rahmen des Global Change Movement ist vorraussichtlich am 12. November 2011.
Livestream von Occupy Wall Street
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Videoberichte
Tagesschau berichtete zuerst über "Ausschreitungen" in Italien und verschweigt, dass Millionen WELTWEIT protestierten!
In Rom waren vermutlich eingeschleuste Provokateure dabei.
redsolution




















