Ein Krieg für den Westen - nicht für die Menschen
Erklärung der Linksjugend ['solid] Nordrhein-Westfalen
Nein zum imperialistischen Krieg gegen Libyen
Nach den aktuellen Kriegsmeldungen aus Libyen unterbrach der LandessprecherInnenrat(LSPR) der Linksjugend ['solid] NRW seine Sitzung in Oberhausen, um eine spontane Mahnwache vor dem Hauptbahnhof durchzuführen, um gegen die Kriegshandlungen des Westens in Libyen zu protestieren.
Die Linksjugend ['solid] NRW verurteilt den heutigen Kriegsbeginn der "Koalition der Willigen" gegen Libyen. Mit Bombenangriffen und Marschflugkörper gingen heute britische-, französische- und US-Militärs gegen Libyen vor. Die Linksjugend ['solid] NRW fordert die sofortige Einstellung der Kriegshandlungen und ruft alle Beteiligten zum sofortigen Beginn von Friedensverhandlungen auf.
Freiheit und Demokratie?
Hannes Draeger, Mitglied im LSPR, kritisiert die Heuchelei des Westens in dieser Frage: "Die USA, Deutschland und die anderen westlichen Staaten haben Gaddafi jahrelang mit Waffen und Geldern unterstützt, die nun gegen die lybischen Rebellen eingesetzt werden. Wenn die USA und die anderen kriegsführenden Staaten sich nun mal wieder als die Verteiger von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten präsentieren, dann ist das reine Kriegspropaganda."
Aus Sicht der Linksjugend ['solid] NRW geht es bei diesem Krieg einmal mehr um die Sicherung geostrategischer und ökonomischer Machtinteressen.
Kritik an SPD und Grüne
Gamze Özdemir, ebenfalls im LSPR aktiv, kritisiert das Verhalten der SPD und der Grünen, die in der Debatte auch deutsche Bomber nach Libyen gefordert hatten. "Wer geglaubt hatte, dass sich die SPD und die Grünen seit ihrer Regierungszeit verändert haben, der hat sich getäuscht:Sie sind wieder die Ersten, die deutsche Bomber in alle Welt schicken wollen. Sie sind und bleiben Kriegsparteien."
Die Behauptung der schwarz-gelben Bundesregierung, sie würden sich am Krieg nicht beteiligen, ist aus Sicht der Linksjugend ['solid] NRW nur ein Lippenbekenntniss, solange sie beispielsweise dem US-Militär weiterhin die Nutzung der Militärbasen in Deutschland erlaubt.
Libyen - Meines Feindes Feind
"Eine Menge Leute reden über eine Flugverbotszone, als wäre es ein Videospiel oder so etwas." Mit diesen Worten wird Bill Daley, neuer Stabschef im Weißen Haus, von der Frankfurter Rundschau zitiert. Und Robert Gates meinte dem gleichen Bericht zufolge, dass eine Flugverbotszone natürlich nur dann eingerichtet werden könne, wenn zuvor die Flugabwehr zerstört worden sei. Wie "präzise" und "chirurgisch" solche Eingriffe sind, weiß man aus zahlreichen Kriegen, insbesondere aus dem USA-Irak-Krieg 1991 bzw. den Bombardements in Ex-Jugoslawien 1999. In allen "modernen" Kriegen sterben stets bis zu siebenmal mehr Zivilisten als Soldaten. weiter
Keine weitere Unterstützung für autoritäre Regime
Sevim Dagdelen, DIE LINKE
Im Krieg stirbt zuerst die Wahrheit:
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